Urlaub auf Hawaii

Geologie und Vulkane auf Hawaii

Mit der Theorie des kanadischen Geologen J. Tuzo Wilson konnte im Jahre 1963 endlich das Rätsel um die etwa 70 bis 80 Millionen Jahre alte Entstehungsgeschichte der Hawaii-Inseln und dessen Vulkanismus gelöst werden.

Magma, Lava und ?Hot-Spot Vulkanismus?

Die Hawaii-Inseln sind geologisch betrachtet Inseln vulkanischen Ursprungs. Jede Hawaiinsel besteht aus einem vulkanischen Bergmassiv, welches die Inseln in eine flache und trockene Südwestküste und eine von hohen Niederschlägen gekennzeichnete Nordküste mit Steilklippen teilt. Durch einen ?Hot Spot? , der sich unter  der südöstlichen Küste von Hawaii-Big Island befindet, gelangte das flüssige unterirdische Magma an die Erdoberfläche. Dort angekommen, entweichen die in der Magma enthaltenen flüssigen Gase, weshalb sie dann Lava genannt wird. Da Hawaii auf der pazifischen Kontinentalplatte liegt, spricht man auch von einem ?Hot Spot Vulkanismus?, denn meistens entstehen Vulkane sonst dort, wo zwei Kontinentalplatten sich aufeinander zubewegen oder sich voneinander entfernen. Über dem hawaiianischen Hot Spot verschiebt sich die pazifische Platte um ca. 10 cm pro Jahr gen Nordwesten. Das erklärt, warum es mehrere Hawaii-Inseln gibt, obwohl es nur an einer bestimmten Stelle einen Hot Spot gibt. Durch die Verschiebung erkalteten die Magmazuflüsse und verstopften schließlich. Die Magma floss nun an anderen Stellen an die Erdoberfläche. So kommt es, dass die Inseln wie auf einer Perlenkette aufgereiht sind. 

Erosion, Erhebungen und Loihi Seamount

Die fruchtbare Vulkanerde stellt den Nährboden für Pflanzen- und Tierwachstum dar. Die Kraft von Wind und Wasser, mit deren Hilfe die Inseln geformt wurden, werden sie im Laufe der Zeit auch wieder zerstören. Durch die Erosion sind die ältesten, im Nordwesten gelegenen Inseln bereits unter dem Meeresspiegel, und weitere Inseln ragen nur noch flach aus dem Wasser heraus. Von den etwa 5.000 Kilometern Insel sind daher nur noch gut 2.500 Kilometer über dem Wasser gelegen.  Je weiter man in den Südosten kommt, desto jünger und daher auch höher sind die Inseln. Kein Wunder also, dass die Berge Mauna Loa und Mauna Kea auf Hawaii Big Island mit jeweils 4.169 bzw. 4.205 Metern wesentlich höher sind als der höchste Berg auf Kauai mit ?nur? 1.598 Metern. Der Mauna Kea wäre sogar mit 9.000 Metern der höchste Berg der Welt, würde man  die Messung vom sich 5.000 Metern unter Wasser befindenden Fuß aus vornehmen. Während Hawaii Big Island noch weiter wächst, da es noch eine Verbindung zum ?Hot Spot? besitzt, entsteht etwas weiter südlich mit Loihi Seamount bereits eine neue Insel. Allerdings benötigt sie noch mehr als 1.000 Jahre, um aus dem Wasser aufzuragen. Momentan fehlen ihr mit 4.000 Metern über dem Meeresgrund noch rund 1.000 Meter.

Da die hawaiianische Lava einen sehr niedrigen Gasgehalt hat, bestimmen langanhaltende, leichte Eruptionen statt gefährliche Explosionen den Vulkanismus Hawaiis. Mehr zu Vulkanen und den unterschiedlichen Lavasorten finden sie auf der Seite Vulkanismus auf Hawaii.