Urlaub auf Hawaii

Pflanzen und Tierwelt auf Hawaii

Aufgrund seiner Lage als die am weitesten von anderen Inseln oder vom Festland entfernte Inselgruppe der Welt konnten sich auf Hawaii Tiere und Pflanzen entwickeln, die sonst nirgendwo auf der Welt zu finden sind. Von den vielen verschiedenen Vogelarten, die es vor der Besiedelung Hawaiis gab, sind leider viele ausgestorben. Das lag nicht etwa an den ersten Siedlern, den Polynesiern, die ihre Schweine und Hühner mit auf die Inseln brachten, auf denen es zuvor bis auf eine Fledermausart keine Landsäugetiere gab. Schuld waren dagegen die ihnen folgenden weißen Bewohner. Sie brachten nicht nur die Ratte als blinden Passagier mit ihren Segelschiffen auf die Inseln, sondern schleppten mit ihrem Hausgeflügel Vogelkrankheiten ein, die neben der Zerstörung von Lebensraum durch den zunehmenden Zuckerrohranbau und der Einführung des Mungos als Mittel gegen die Rattenplage viele Vögel ausrotteten. Mungos fraßen nicht nur Ratten, sondern auch die am Boden brütenden Vögel und die wenigen Reptilien. Nur die nachtaktiven Geckos haben überlebt. Sie fressen zum Glück auch Stechmücken, die ebenfalls erst mit den Weißen auf die Inseln kamen.Trotzdem gibt es auf Hawaii noch viele interessante Tiere zu entdecken. Zum Beispiel den hawaiianischen Staatsvogel, eine Gänseart namens "Nene". Wale, Delfine, Meeresschildkröten und besondere Fischarten gibt es im Hawaii umgebenden Pazifik zu bestaunen.

Ähnlich wie bei den Tierarten ist es auch mit den Pflanzen auf Hawaii. Durch die besonders fruchtbare Vulkanerde und das Klima konnten Pflanzen entstehen, die es nur Hawaii gibt. Viele dieser Pflanzen wurden aber durch eingeführte Pflanzen verdrängt und durch eingeführte Tiere gefressen, die Zuckerrohr- und Ananasplantagen taten ihr übriges. Heute finden sich viele der ursprünglich auf Hawaii vorkommenden Pflanzen nur noch in einem für die Öffentlichkeit gesperrten Gebiet des Haleakala Kraters auf Maui. Das Landschaftsbild prägen daher die eingeführten Pflanzen. Überall, wo ausreichend Niederschlag vorhanden ist, gedeihen tropische Pflanzen. Auch die botanischen Gärten sind eine Augenweide. Am Wegesrand sind sogar wilde Avocados, Guave oder Ananaspflanzen zu finden. Durch die hohen Berge kommen an den Berghängen die unterschiedlichsten Vegetationszonen vor. Regenwald geht in Hochweiden über, an die sich alpenartige Vegetation anschließt.