Urlaub auf Hawaii

Tauchen und Schnorcheln auf Hawaii

Auf Hawaii kann man mit einer Sichtweite von über 30 Metern im Wasser in den Sommermonaten bei einer konstant über 25 Grad Celsius liegenden Wassertemperatur abtauchen. Die Schwierigkeit beim Tauchen auf Hawaii besteht darin, dass die über 600 verschiedenen Arten an Riff-Fischen durch das Überschwimmen der Korallenriffe und die Schatten des Tauchers aufgeschreckt werden. Einen "Wall Dive" kann man fast nur in den Gewässern vor Maui, Molokini machen. Leider ist es daher dort auch oft sehr voll. Ansonsten bieten sich noch die Küsten vor Oahu, Lanai und Hawaii Big Island (Kona) zum Tauchen an. Wer weniger an der Tierwelt sondern mehr an Schiffswracks interessiert ist, der findet vor der Südküste Oahus in 30 Meter Tiefe gleich drei Wracks. Auch vor Lanaii gibt es eine besondere Attraktion: Lavahölen. Bei einer davon, die den Namen "Cathedral" trägt, kommt aus verschiedenen Löchern Tageslicht in die Höhle.

Auf Hawaii muss man seine Tauchausrüstung im Gegensatz zu anderen Tauchrevieren der Welt nicht selber schleppen. Es gibt sogenannte "Dive Guides", die auch für die Montage und Überprüfung der Ausrüstung zuständig sind. Getaucht wird bei den Anbietern auf amerikanische Art, das heißt, es gibt zwei aufeinanderfolgende Tauchgänge mit einer Unterbrechung von ca. 1 Stunde. Neben Angeboten zum Tauchen in der Gruppe kann man für etwas mehr Geld auch nur zusammen mit dem "Divemaster" auf Tauchtour gehen. Auf jeder der Inseln gibt es Tauchschulen. Entweder man wohnt gleich in einem Hotel mit angeschlossener Tauchschule, oder man wendet sich direkt an eine der Schulen. Neben den mehrtägigen Kursen zum Erlangen des PADI-Tauchscheins, kann auch erstmal ein "Schnupperkurs", ein sogenannter "Introductory Dive", gebucht werden. Es besteht auch die Möglichkeit, nur die vier Freiwassertauchgänge auf Hawaii zu absolvieren, wenn der Theorie- und Poolteil bereits in Deutschland bestanden wurde. Dafür wird ein sechs Monate gültiger Nachweis der deutschen Tauchschule benötigt. Wer schon einen Tauchschein hat, der kann sich bei den Schulen gegen Vorlage des Scheins auch die komplette Ausrüstung gegen entsprechendes Entgeld ausleihen.

Zu beachten ist beim Tauchen bzw. nach dem Tauchgang generell die Gefahr der Taucherkrankheit bei entsprechenden Aktivitäten. Es sollte eine genügend lange Zeit, bis zu mehreren Tagen, eingeplant werden, damit sich der Stickstoffgehalt im Körper wieder normalisieren kann. Inselflüge oder die Besteigung des Mauna Keas sollten daher nicht direkt nach den Tauchgängen erfolgen. Es gibt lediglich eine Dekompressionskammer auf Hawaii und zwar auf Oahu.

Gut Schnorcheln kann man an den Küsten der County Parks. Maske, Schnorchel und Flossen bekommt man entweder im Hotel oder bei Anbietern. Bei "Snorkel Bob's", den es auf den vier größten Inseln gibt, kann man sogar das Equipment auf einer anderen Insel zurückgeben als am Ausleihort. Besonders schön kann man vor Oahu in einem halb versunkenen Vulkankrater (Molokini Island) in der Hanauma Bay schnorcheln. Oder im "Coral Grden" vor Maui und in der Kealakekua Bay vor Hawaii Big Island.

Neben dem Schnorcheln und Gerätetauchen gibt es noch eine Mischform, das Snuba-Tauchen. Hier wird mittels eines sich auf dem Boot befindenden Kompressors und eines ca. 6 Meter langen Schlauchs getaucht. Auch hierbei dürfen die Gefahren der Taucherkrankheit nicht unterschätzt werden.