Urlaub auf Hawaii

Vulkanismus auf Hawaii

Die meisten Vulkane auf den Hawaii-Inseln gelten als erloschen, besonders nördlich von Maui. Denn je nord-westlicher sich die Inseln erstrecken, desto älter sind sie auch. Näheres dazu und zur geologischen Entstehungsgeschichte Hawaiis kann auf der Seite Geologie und Vulkane nachgelesen werden. Drei Vulkane, der Haleakala auf Maui, der Kohala und der Mauna Kea auf Hawaii Big Island gelten als schlafend bzw. inaktiv. Die drei aktiven Vulkane Hawaiis heißen Kilauea, Mauna Loa und Hualalai. Sie befinden sich alle auf Hawaii Big Island. Der Ausbruch des Kilauea am 2. Januar 1983 ist durch seine weiterhin stattfindenden Eruptionen, einer der längsten anhaltenden Vulkanausbrüche der Welt. Die Insel wurde dadurch bisher um mehr als 130 Hektar vergrößert, wobei allerdings auch 100 Quadratkilometer an Land mit Lavaströmen überzogen wurde und viele Einwohner ihre Häuser verloren.

Lava-Arten und Vulkanforschungszentrum

Es gibt zwei verschiedene Lava-Arten auf Hawaii. Die Pahoehoe-Lava und die Aa-Lava. Grundsätzlich gilt, dass je heller die Farbe der Lava ist, also gelb oder orange, desto heißer ist sie auch. Rote Lava ist somit bereits etwas abgekühlt. Die Pahoehoe-Lava ist dünnflüssig und fließt als Lavastrom am Hang herab. Ihre Oberfläche ist glatt-glasig und bildet eine zusammenhängende Haut, die erstarrt auf dem heißen Lavastrom die Erscheinungsform von Strick- oder Kissenlava annimmt. Die Aa-Lava, auch Brocken-Lava genannt ist zu scharfkantigen Klumpen und Stücken erkaltete Pahoehoe-Lava, die sich langsam aber stetig ihren Weg bahnt. Ihre Oberfläche ist rau. Ein Lavastrom kann an seinem oberen Ende aus Pahoehoe-Lava und weiter hangabwärts dann aus Aa-Lava bestehen. Der Ausdruck Aa-Lava, stammt angeblich von den Polynesiern, die, als sie mit nackten Füßen über die Lava gingen, die Laute "Aah-aah" von sich gegeben haben sollen. Da der Kilauea auf Hawaii Big Island sich in einem langanhaltenden Ausbruch-Stadium befindet, schafft er ideale Bedingungen für Vulkanforscher. Schon im Jahr 1912 wurde das Observatorium zur Vulkanerforschung durch den amerikanischen Vulkanforscher Thomas A. Jagger gegründet, welches heute als das internationale Vulkanforschungszentrum schlechthin gilt.